Ungewöhnliche Farbe, Geruch oder Geschmack Ihres Wassers

Ein verändertes Aussehen des Wassers kann auf unerwünschte Elemente in Ihrem Wasser hinweisen. Es wird allgemein empfohlen, Trinkwasser in regelmäßig zu testen, besonders wenn es aus einer privaten Wasserquelle stammt (wie Quell- oder Brunnenwasser). Gleiches gilt, wenn Sie eine neue Wohnung/Haus beziehen oder eine Wasseraufbereitungsanlage haben.

Obwohl die Trinkwasserqualität sehr hoch ist, wenn es das Wasserversorgungsunternehmen verlässt, kann eine Verunreinigung auch zwischen der Kläranlage und Ihrem Wasserhahn, z. Bsp. durch kaputte Rohrleitungen stattfinden.

Ungewöhnliche Farben


Blau oder grün:

Blaue oder grüne Verfärbungen sind in der Regel ein Zeichen für Kupfer im Wasser. Mögliche Quellen sind Ihre Wasserversorgung, korrosives Wasser oder Kupferrohre. Kupfer kann Armaturen und die Wäsche verfärben. Der Grenzwert für Kupfer im Leitungswasser (gemäß Trinkwasserverordnung) liegt bei 2mg pro Liter. Dieser Wert ist ausreichend niedrig, damit kein Kupfergeschmack entstehen kann (die Geschmacksgrenze liegt bei etwa 5ppm/5mg per Liter). Kupfer kann zum Problem werden, wenn der Gehalt über 30ppm liegt. Mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit sind Erbrechen, Durchfall und Magen-Darm-Symptome.

Ein Testsatz für Kupfer ist in folgenden Test-Kits erhältlich: 13-in-Einem und 10-in-Einem.

Rot oder braun:

Ein rote, braune oder rostige Farbe kann durch Eisen oder Mangan im Wasser entstehen. Eisen im Wasser kann Flecken auf Armaturen, Waschbecken und Waschmaschine verursachen.

Ein Testsatz für Eisen ist in folgenden Test-Kits erhältlich: 13-in-Einem und 10-in-Einem.

Braun:

Rost (Eisenoxid) kann Wasser vorübergehend eine braune Farbe geben. Rostpartikel können in den Leitungen z. B. durch eine Änderung in der Geschwindigkeit oder Richtung des Wasserflusses freigesetzt werden. Drehen Sie einfach den Wasserhahn auf, bis das Wasser klar läuft.

Gelb:

Dies ist eher selten und kann passieren, wenn Wasser durch Sumpfgebiete läuft und dann in Moorböden gelangt. Eine solche Verfärbung tritt häufiger bei Oberflächengewässern oder seichten Brunnen auf. Die gelbe Farbe mag störend sein, dürfte aber zunächst keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Sollten Sie jedoch über Ihr Wasser besorgt sein, empfehlen wir immer eine allgemeine Überprüfung des Wassers vor dem Konsum. Nehmen Sie keine Risiken in Kauf.

Milchig weiß oder schaumig:

Wird oft durch harmlose winzige Luftbläschen verursacht, die verschwinden, wenn das Wasser steht. Luft kann über das Verteilungssystem ins Wasser gelangen oder über fehlerhafte Armaturen.

Eine andere Quelle können natürliche Mineralien im Wasser sein, die sich auf die Wasserhärte auswirken. Die weißen Partikel sind stärker bemerkbar, wenn das Wasser erhitzt wurde. Dies sind Flocken aus Kalk (Calciumcarbonat), die sich in der Rohrleitung oder im Wasserkocher gebildet haben und sich dann von oben nach unten absetzen. Es wird allgemein empfohlen, den Härtegrad Ihres Wassers zu testen, um Ihre Haushaltsgeräte langfristig zu schützen.

Öliger Film:

Sollte sich ein öliger Film auf der Oberfläche von kochendem Wassers bilden, dann kann dies ein Indiz dafür sein, dass verzinkte Eisenrohre und Armaturen kontrolliert werden sollten. Dieser ölige Film hat nichts mit Öl zu tun, sondern ist eine schimmernde Schicht sehr kleiner und flacher Kristalle aus einer Zinkverbindung, die dann auf der Oberfläche schwimmen. Als kurzfristige Maßnahme können Sie die Leitung ausspülen, bevor Sie das Wasser verwenden. Lassen Sie Ihre Rohrleitung überprüfen, wenn das Problem weiterhin besteht.

Geruch und Geschmack


Chlor-Geruch oder Geschmack:

Chlor wird seit über 100 Jahren für Hygienezwecke verwendet. Chlor kann in Wasser in freier und gebundener Form vorkommen. Freies Chlor übernimmt die Abtötung von Bakterien und die Oxidierung von Verunreinigungen. Wenn Sie Chlor ins Wasser geben, ist dies die Zugabe von freiem Chlor. Wenn sich das freie Chlor mit anderen Verunreinigungen verbindet, wird es zu gebundenem Chlor oder Chloramin. Diese Form von Chlor hat eine nur sehr geringe Desinfektionsfähigkeit und keinerlei Oxidationsvermögen. Der Gesamtchlorgehalt ergibt sich aus der Summe von gebundenem und freiem Chlor. Teststreifen für freies Chlor und Gesamtchlorgehalt sind in unserem 13-in-Einem erhältlich.

Wasserwerke halten die Werte für Desinfektionsmittelrückstände in Form von freiem oder gebundenem Chlor normalerweise so niedrig wie möglich. Sollten Sie nur gelegentlich den Geruch oder Geschmack von Chlor bemerken, kann dies auch auf Wartungsarbeiten zurückzuführen sein. Wenn Sie den Geruch unangenehm finden, können Sie Wasser in einen Krug füllen und diesen dann im Kühlschrank abkühlen lassen, da kaltes Wasser den Geruch von Chlor verliert. Immer daran denken, unbenutztes Wasser nach 24 Stunden zu entsorgen und den Krug regelmäßig zu reinigen.

Metallischer Geschmack:

Korrodierende Kupfer- oder Zinkrohre können einen metallischen Geschmack verursachen. Zink verleiht Wasser einen unerwünschten herben Geschmack. Tests zeigen, dass 5% der Bevölkerung den Geschmack zwischen zinkfreiem Wasser und einem Zinkgehalt von 4mg pro Liter (in Form von Zinksulfat) unterscheiden können. Wasser, welches Zink in einer Konzentration von 3–5mg/l enthält, erscheint häufig schillernd und bildet beim Kochen einen fettartigen Film.

Ein Testsatz für Kupfer ist in folgenden Test-Kits erhältlich: 13-in-Einem und 10-in-Einem.

Bei überschüssigem Eisen kann auch ein metallischer Geschmack vorhanden sein. Wenn Eisenbakterien vorhanden sind, kann gallertartiger Schlamm auf Armaturen entstehen oder Rohrverkrustungen verursachen.

Einige Wassersysteme haben eine hohe mineralische Konzentration, die einen salzigen oder Soda-Geschmack hervorruft. Dies ist besonders dann der Fall, wenn Wasser einen niedrigeren pH-Wert aufweist und sauer ist. Verwenden Sie ein Test-Kit für Härte oder für den Gesamtinhalt der im Wasser gelösten Stoffe, wie Mineralien, Sedimente usw (Total Dissolved Solids TDS).

Geruch nach faulen Eiern:

Dieser ist in der Regel das Ergebnis von verwesenden organischen Ablagerungen. Wenn Wasser durch solche Ablagerungen fließt, kann Schwefelwasserstoffgas aufgenommen und später in der Luft freigesetzt werden. Schwefelwasserstoffgas erzeugt den Geruch von faulen Eiern, kann bei hohen Werten korrosiv auf Sanitäranlagen wirken und Silber schnell trüben. Bereits 0,5 ppm sind in Trinkwasser zu schmecken.

Das 13-in-1 Test-Kit für Trinkwasser umfasst auch Schwefelwasserstofftests.

Muffiger oder erdiger Geschmack bzw. Geruch:

Diese Gerüche sind meist eine Folge von harmlosen organischen Stoffen. Bakterien können auf Fettablagerungen oder Fiberunterlegscheiben von Sanitäranlagen wachsen, vor allem, wenn die Rohrleitungen warm sind und selten von Wasser durchströmt werden. Selbst sehr geringe Mengen können unangenehme Gerüche verursachen. Um Ihr Wasser auf Bakterien zu testen, klicken Sie bitte hier. Wenn das Problem weiterhin besteht, ist eine Reinigung und Desinfektion der Sanitärsysteme erforderlich.

Einige Elemente in Wasser lassen sich nicht durch Farbe, Geruch oder Geschmack bestimmen. Sie können jedoch sowohl bei kurzer als auch langfristiger Exposition schädlich sein. Dazu gehören Aluminium, Arsen, Bakterien, Blei und Schwermetalle. Es ist wichtig, Wasser regelmäßig zu testen, um sich zu vergewissern, dass Ihr heimisches Trinkwasser sicher ist.

Weiterführende Informationen zum Thema:

So entscheiden Sie sich für das richtige Wassertest-Kit

Um die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung für Deutschland einzusehen, bitte hier klicken.



TOPP-TIPS - DENKEN SIE DARAN:

1. Immer frisches kaltes Wasser aus dem Hahn (in der Regel der Wasserhahn in der Küche) zum Trinken oder Kochen verwenden.

2. Verwenden Sie kein heißes Wasser oder Wasser aus dem Badezimmer zum Trinken und Kochen, da es in der Regel nicht so frisch und sicher wie das Wasser direkt aus der Leitung ist.

3. Wenn das Wasser daheim mehrere Stunden (oder Tage, z. B. nach dem Urlaub) in den Leitungen gestanden hat, füllen Sie zuerst eine Abwaschschüssel mit Wasser. So vermeiden Sie den Konsum von Trinkwasser, das länger in Rohrleitungen gestanden hat. Sie brauchen das Wasser nicht zu verschwenden – verwenden Sie es einfach, um Ihre Zimmerpflanzen oder den Garten zu bewässern.

4. Wenn Sie einen besonders schlechten oder starken Geruch bzw. Geschmack feststellen, der Ihr Leitungswasser ungenießbar macht, oder Sie bemerken einen Geruch oder Geschmack zum ersten Mal, der sich nicht schnell verflüchtet, dann sollten Sie Ihr Wasserversorgungsunternehmen umgehend kontaktieren. Nehmen Sie keine Risiken in Kauf.

5. Es ist immer eine gute Idee, Nachbarn darauf anzusprechen, ob sie das gleiche Problem haben, oder ob es nur Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung betrifft. Interne Wasserspeicher oder Rohrleitungen können ebenfalls Probleme verursachen. Daher lohnt es sich zu überprüfen, ob das Problem aus dem kalten Leitungswasser (in der Regel der Wasserhahn in der Küche) oder von gespeichertem Wasser stammt (z. B. Wasserhahn im Badezimmer).

6. Wenn Sie irgendwelche ernsten Bedenken hinsichtlich der Qualität Ihres Trinkwassers haben, sollten Sie immer mit Ihrem Wasserversorger oder einem Wasserinstallateur sprechen.

7. Wasserhahn-Hygiene – Halten Sie Ihre Wasserhähne immer sauber und stellen Sie sicher, dass keine Lebensmittel in Kontakt mit Ihren Armaturen kommen. Wenn Wasserhähne nicht richtig gereinigt werden, können sie zu einem Nährboden für Bakterien werden und damit das Wasser verunreinigen.

8. Montieren Sie Rückschlagventile für Schlauchleitungen, Spül- und Waschmaschinen, so dass Wasser aus flexiblen Schläuchen nicht zurückfließen kann.

9. Prüfen Sie, ob Ihr Wassertank (sofern vorhanden) in einem guten Zustand und dicht abgedeckt ist.




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In Europa existieren strenge Qualitätsnormen für Trinkwassers, die hauptsächlich in der EU-Trinkwasserrichtlinie (98/83/EG) festgelegt sind. Diese basieren auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).


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